#1

Märchentarot

in Tarot--verschiedene Kartendecks 08.10.2013 18:13
von Morgana lila Herz 7 | 6.880 Beiträge | 23916 Punkte

Hallöle @ All, hier ein bisserl was über das Märchentarot. es hat wie ein normales Tarot 78 Karten..(kleines Arkana)
je 14 Karten für Stäbe-Kelche-Münzen-Schwerter, und 22 Karten des großen Arkana
Zum teil sind die Bezeichnungen aus dem Crowley tarot, aber auch aus dem Rider Tarot. Auch alte Märchenbegriffe wie die Zauberin, Unschuld und die gute Fee werdet ihr finden.
Jede Tarotkarte steht analog auch für ein Märchen. Wobei die Märchen aus aller Welt angeführt sind.
Schlüsselbedeutungen sind zunächst angeführt, dann folgt das Märchen, dann die Symbolik der einzelnen Bestandteile des Märchens, und zum Schluss ein Ratschlag.
Gerade bei der Symbolik find ich, kann man auch gut über Verhaltensweisen (also auch Archetypen) nach denken.


Gezogen werden die Karten wie andere Tarotkarten auch. Am meisten als Dreierkombination, aber auch ein Legesytem das sich
"Die Schlüssel zum Königreich" nennt


Bei der Dreierkombination zieht man drei mal drei karten. Die ersten drei stehen für die Vergangenheit, die zweiten drei für das Jetzt, die dritten drei für die Zukunft.

Bei der Legung des schlüssels zum Königreich werden 7 Karten gezogen

Vergangenheit
Gegenwart
Hindernisse in der Gegenwart
Gegenwärtige Ziele
mögliche Hindernisse die das Ziel vereiteln könnten
Schritte die man für das Ziel unternehmen kann
Gesamtergebnis




Sodele, demnächst dann noch mehr darüber.


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#2

RE: Märchentarot

in Tarot--verschiedene Kartendecks 09.10.2013 12:05
von Fairytale lila Herz 7 | 33.322 Beiträge | 169297 Punkte

Hallo Morgana, danke für das vorstellen des Märchentarot. Liest sich sehr schön. Bin gespannt auf mehr.
für die Mühe.


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#3

RE: Märchentarot

in Tarot--verschiedene Kartendecks 09.10.2013 13:37
von waldgeist lila Herz 7 | 8.769 Beiträge | 41308 Punkte

hey liebe Morgana finde ich klasse das du uns das Märchentarot hier vorstellst
und freue mich schon auf mehr
waldgeist


Nur was du heute tust ist wichtig, denn schon in der Nacht wird dieser Tag zu den Sternen gehen
------------
MOD

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#4

RE: Märchentarot

in Tarot--verschiedene Kartendecks 09.10.2013 15:02
von seenfee lila Herz 7 | 8.132 Beiträge | 19247 Punkte

Hey liebe Morgana auch von mir ein dickes Dankeschön fürs Vorstellen, lg seenfee


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#5

RE: Märchentarot

in Tarot--verschiedene Kartendecks 09.10.2013 15:06
von Morgana lila Herz 7 | 6.880 Beiträge | 23916 Punkte

Na supi, dann gehts mal weiter

Sobald wir die Worte….es war einmal hören, reisen wir auf magische Weise in eine Welt voller, Riesen, Drachen, sprechenden Tieren, Prinzessinnen, Burgen, Ogern, Gestaltwandlern und noch vielerlei mehr magischer Wesen. Wir betreten das reich des übernatürlichen auf einer zeitlosen Ebene.

Märchen ermöglichen es uns, uns mit uns selbst zu konfrontieren und gleichsam mit allem zu dem wir bereit sind.
Märchen lehren und verfeinern die Kunst des Sehens und der Intuition.



Märchen sind eine ideale Vorlage zur selbst Erforschung. Die Themen Motive Archetypen und Symbole führen uns an einen Ort geteilter Erfahrungen. Sie helfen dabei den Geist frei zu machen.

Wenn wir uns die Archetypen näher anschauen entdecken wir Verhaltensmuster die durchaus dem menschlichen wesen entsprechen. Wenn wir durch das reich der Fantasie reisen, kann uns das dabei helfen, unsere eigene Wirklichkeit deutlicher wahrzunehmen.

So st der glückliche Ausgang eines jeden Märchens eine Bekräftigung all dessen, was wir wissen und erreichen können. es ist ein Freudenfest für denjenigen, zu dem wir werden können, wenn wir den magischen Stimmen in unseren Köpfen Gehör schenken.


Was ist ein Märchen?
Märchen stecken voller Magie und erlauben uns einen Blick in den Spiegel zu werfen. Jedes Märchen verfügt über das Potenzial in uns Saiten zum Klingen zu bringen und versetz uns so in die Lage, Aspekte unseres selbst in den Geschichten zu entdecken.

Ob nun die Meerjungfrau und ihre Seensucht, die böse Stiefmutter und ihre Eifersucht.

Über die Ursprünge von Märchen gehen die Meinungen auseinander. Einige sagen es sind übermittelte Geschichten.
Andere sagen es sind Manifestationen geteilter menschlicher Erfahrungen aus dem kollektiven Unterbewusstsein.

Viele Märchen haben ihre Wurzeln in uralten Kulturen. Aschenputteln gab es in der frühestens Version in China im 850.
Bei der Gänsemagd und der Binsenkappe geht es um die Vertreibung des Helden, was in jeder Kultur der Welt zu finden ist.


Sodele die Tage stelle ich dann mal die eine oder andere Karte direkt vor mit Märchen und Bedeutung.


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#6

RE: Märchentarot

in Tarot--verschiedene Kartendecks 09.10.2013 17:17
von Fairytale lila Herz 7 | 33.322 Beiträge | 169297 Punkte

Wow das hast du aber schön geschrieben. Die Grundbedeutung von Märchen kommen echt gut rüber. Bekommt man ja ganz große Augen vor Spannung


*Fairytale--Admin--*
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#7

RE: Märchentarot

in Tarot--verschiedene Kartendecks 09.10.2013 17:43
von seenfee lila Herz 7 | 8.132 Beiträge | 19247 Punkte

Liebe Morgana find auch das du das superschön beschrieben hast und ich freue mich schon darauf mehr zu lesen,lg seenfee


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#8

RE: Märchentarot

in Tarot--verschiedene Kartendecks 11.10.2013 15:38
von Avalon lila Herz 7 | 7.203 Beiträge | 29381 Punkte

Hey Morgana, da bedanke ich mich denn für die Ausführungen über das Märchentarot. Wie es mir denn schient eine nette Art mit Archetypen zu arbeiten, oder besser denn diese in sich zu erforschen.
Wenn es denn noch mehr darüber zu lesen geben wird, freue ich mich schon darauf.
Ich kann mir denn gut vorstellen, dass ich hier Analogien zu den Tarotkarten des Rider finde.


grüße v. Avalon

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#9

RE: Märchentarot

in Tarot--verschiedene Kartendecks 13.10.2013 19:49
von Morgana lila Herz 7 | 6.880 Beiträge | 23916 Punkte

Hihi danke für die süssen Bilder, sodele dann hier eine Karte mit dazu gehörigem Märchen und Texten

Drei Kelche


Schlüsselwörter = feiern, Inspiration, verwirklichte Träume
Das Märchen dazu heisst

Die Blumen der kleinen Ida

"Tausend noch eins, sind meine armen Blumen alle welk!“ rief bestürzt die kleine Ida. „Gestern abend waren sie noch so schön und nun hängen sie alle vertrocknet die Köpfchen. Warum tun sie das?“ fragte sie den Studenten, den sie sehr gern hatte, weil er schöne Geschichten wußte und drollige Bilder ausschnitt: Herzen mit kleinen Mädchen darin, welche tanzten, und große Schlösser, deren Türen sich öffnen ließen.

„Ja, weißt du, was deinen Blumen fehlt?“ sagte der Student, „sie sind heute Nacht auf dem Balle gewesen und deshalb lassen sie die Köpfe hängen.“

„Aber die Blumen können ja nicht tanzen!“ sagte die kleine Ida.

„O ja!“ sagte der Student, „sobald es dunkel wird und wir andern schlafen, dann springen sie lustig umher; fast jede Nacht haben sie Ball.“

„Kann denn ein Kind mit auf den Ball kommen?“

„Ja,“ sagte der Student, „die kleinen niedlichen Gänseblümchen und Maiblümchen.“

„Wo tanzen die schönen Blumen?“ fragte die kleine Ida.

„Bist du nicht öfters vor dem Tore bei dem großen Schlosse gewesen, wo der König im Sommer wohnt und der schöne Garten mit den vielen Blumen ist? Du hast ja die Schwäne gesehen, die auf dich zuschwimmen, wenn du ihnen Brotkrümchen geben willst. Dort findet wirklich Ball statt, das kannst du mir glauben!“

„Erst gestern ging ich mit meiner Mutter draußen im Garten!“ sagte Ida, „aber an allen Bäumen fehlten die Blätter und es waren gar keine Blumen mehr da! Wo sind sie? Im Sommer sah ich so viele!“

„Die sind drinnen im Schlosse!“ sagte der Student. „Du mußt wissen, sobald der König und alle Hofleute wieder in die Stadt ziehen, dann laufen die Blumen sofort aus dem Garten auf das Schloß und sind lustig. Das solltest du einmal sehen. Die beiden reizendsten Rosen setzen sich auf den Thron und sind dann König und Königin. Die großen Hahnenkämme stellen sich alle an der Seite auf und stehen und verneigen sich. Das sind die Kammerjunker. Nun kommen die niedlichsten Blumen und dann ist da großer Ball. Die blauen Veilchen stellen kleine Seekadetten vor, sie tanzen mit Hyazinthen und Crocus, welche sie Fräulein anreden. Die Tulpen und Feuerlilien, das sind Matronen, die passen auf, daß recht schön getanzt wird und alles fein ordentlich hergeht.“

„Aber,“ fragte die kleine Ida, „ist denn niemand da, der die Blumen dafür bestraft, daß sie in des Königs Schlosse tanzen?“

„Es ist niemand da, der darüber etwas Genaues wüßte!“ sagte der Student. „Mitunter kommt des Nachts freilich der alte Schloßverwalter, der da draußen die Aufsicht zu führen hat. Sobald aber die Blumen sein großes Schlüsselbund rasseln hören, verhalten sie sich ganz still, verstecken sich hinter den langen Vorhängen und stecken den Kopf hervor. „„Mein Geruch sagte es mir, es sind hier Blumen im Saale!““ sagt der alte Schloßverwalter, aber sehen kann er sie nicht.“

„Das ist drollig,“ sagte die kleine Ida und klatschte in die Hände. „Aber könnte ich denn die Blumen nicht auch sehen?“

„O ja!“ sagte der Student, „vergiß nur nicht, sobald du wieder hinauskommst, durch das Fenster zu schauen, dann siehst du sie sicher. Das tat ich heute, da lag eine lange Narcisse im Sofa und dehnte sich; das war eine Hofdame.“

„Kommen auch die Blumen aus dem botanischen Garten da hinaus? Können sie den weiten Weg machen?“

„Jawohl!“ sagte der Student, „denn, sobald sie wollen, können sie fliegen. Hast du nicht schon die herrlichen Schmetterlinge gesehen, die roten, gelben und weißen? Sie sehen fast wie Blumen aus und sind es auch gewesen. Sie sind vom Stengel hoch hinauf in die Luft gesprungen und haben dann mit ihren Blättern wie mit kleinen Flügeln geschlagen, und nun flogen sie. Da sie sich gut aufführten, durften sie auch am Tage fliegen, brauchten nicht wieder nach Hause zu kommen und still auf dem Stengel zu sitzen, und so wurden diese Blätter schließlich wirkliche Flügel. Das hast du ja selbst gesehen.“

„Ach wie drollig!“ sagte die kleine Ida und lachte.

„Wie kann man einem Kinde dergleichen vorreden!“ sagte der mürrische Kanzleirat, welcher zum Besuch gekommen war und im Sofa saß. Er konnte den Studenten gar nicht leiden und brummte stets, wenn er ihn die komischen Bilder ausschneiden sah.

Aber der kleinen Ida kam es doch ganz lustig vor, was ihr der Student von ihren Blumen erzählte und sie dachte viel daran.

Die Blumen ließen also die Köpfe hängen, weil sie vom nächtlichen Tanze müde waren; sie waren gewiß krank. Im Puppenbette lag ihre Puppe Sophie und schlief, aber die kleine Ida sagte zu ihr: „Du mußt leider aufstehen, Sophie, und damit fürlieb nehmen, heute Nacht im Schubfache zu liegen; die armen Blumen sind krank und da müssen sie in deinem Bette liegen; vielleicht werden sie dann wieder frisch und wohl!“ Damit nahm sie die Puppe heraus, die sehr ärgerlich aussah und kein einziges Wort sagte, denn es verdroß sie, daß sie nicht ihr Bett behalten durfte.

Dann legte Ida die Blumen in das Puppenbett, zog die kleine Decke ganz über sie und sagte, sie sollten nun hübsch stille liegen, sie würde ihnen dann Tee kochen, damit sie wieder wohl und frisch werden und morgen wieder aufstehen könnten. Die Vorhänge zog sie dicht um das kleine Bett, damit die Sonne ihnen nicht in die Augen scheinen sollte.

Auch den ganzen Abend hindurch konnte sie sich nicht enthalten, an das zu denken, was ihr der Student erzählt hatte. Als sie nun selbst zu Bett sollte, huschte sie erst hinter die Gardinen vor den Fenstern, wo die prächtigen Blumen ihrer Mutter, Hyazinthen und Tulpen, standen, und flüsterte ihnen ganz leise zu: „Ich weiß es nun, ihr sollt heute Nacht auf den Ball!“ Aber die Blumen taten, als verständen sie nichts und rührten kein Blatt, allein die kleine Ida wußte doch, was sie wußte.

Als sie nun zu Bett gegangen war, lag sie noch lange und dachte, wie hübsch es doch sein müßte, die herrlichen Blumen draußen auf dem Schlosse des Königs tanzen zu sehen. „Ob meine Blumen wohl wirklich mit dabei gewesen sind?“ Dann fiel sie aber in Schlaf. In der Nacht erwachte sie wieder. Sie hatte von den Blumen und dem Studenten geträumt, den der Kanzleirat ausgezankt und dabei gesagt hatte, er wollte ihr bloß etwas weis machen. In der Schlafkammer, wo Ida lag, war es ganz stille; die Nachtlampe brannte auf dem Tische und ihr Vater und ihre Mutter schliefen.

„Ob meine Blumen jetzt wohl in Sophiens Bett liegen?“ sagte sie bei sich selbst; „ich möchte es doch gar zu gern wissen!“ Sie richtete sich ein wenig auf und blickte nach der Thüre. Sie war nur angelehnt und drinnen lagen die Blumen und all ihr Spielzeug. Sie lauschte und da war es ihr, als hörte sie drinnen in der Stube auf dem Klavier spielen, aber ganz leise und so hübsch, wie sie nie zuvor gehört hatte.

„Jetzt tanzen gewiß alle Blumen drinnen!“ sagte sie; „ach, wie gern möchte ich es doch sehen!“ aber sie durfte nicht aufstehen, weil sie sonst Vater und Mutter geweckt hätte. „Wenn sie doch nur hereinkommen wollten!“ sagte sie; aber die Blumen kamen nicht. Als nun die hübsche Musik immer weiter spielte, konnte sie es nicht länger mehr aushalten, denn es war zu herrlich. Unhörbar kletterte sie aus ihrem kleinen Bette, ging ganz leise nach der Thüre und sah in die Stube hinein. Nein, war das drollig, was sie nun zu sehen bekam!

Eine Nachtlampe brannte nicht darin, aber der Mond schien durch das Fenster mitten auf den Fußboden, so daß es fast tageshell war. Alle Hyazinthen und Tulpen standen in zwei langen Reihen auf dem Boden, am Fenster waren keine mehr zu sehen, da standen die leeren Töpfe. Auf dem Boden tanzten die Blumen ganz niedlich um einander herum, bildeten ordentliche Ketten und hielten einander an den langen grünen Blättern, wenn sie sich herumschwenkten. Am Klavier saß eine große Feuerlilie, welche die kleine Ida bestimmt im Sommer gesehen hatte, denn sie erinnerte sich noch ganz wohl, daß der Student gesagt hatte: „Seht nur, wie sie dem Fräulein Lina ähnelt!“ Damals hatte Ida gelacht, aber jetzt sah sie, daß die lange, gelbe Blume dem Fräulein glich. Niemand bemerkte die kleine Lauscherin. Nun sah sie einen großen blauen Crocus mitten auf den Tisch springen, auf dem das Spielzeug stand, direkt auf das Puppenbett zugehen und die Vorhänge auf die Seite schieben. Da lagen die kranken Blumen, aber sie richteten sich sofort empor und nickten den andern auf dem Fußboden zu, daß sie auch mittanzen wollten. Der alte Herr auf dem Räucherkästchen, dem die Unterlippe abgebrochen war, stand auf und verneigte sich vor den hübschen Blumen. Sie sahen gar nicht mehr krank aus, hüpften unter die andern hinunter und waren recht vergnügt.

Horch! War es nicht, als ob etwas vom Tische herunterfiele? Ida schaute hin. Es war die Fastnachtsrute, welche heruntersprang. Sie schien ebenfalls mit zu den Blumen zu gehören. Sie war auch sehr niedlich, und oben in der Spitze saß eine kleine Wachspuppe, die einen genau eben so breiten Hut auf dem Kopfe hatte, wie ihn der Kanzleirat trug. Die Fastnachtsrute hüpfte auf ihren drei roten Stelzfüßen mitten unter die Blumen, und stampfte, weil sie Mazurka tanzte, laut den Boden. Den Tanz verstanden die andern Blumen nicht, denn sie waren gar leicht und konnten nicht aufstampfen.

Die Wachspuppe auf der Fastnachtsrute wurde plötzlich groß und lang, schwang sich hoch über die Papierblumen empor und rief ganz laut. „Wie kann man einem Kinde dergleichen vorreden! Das ist dummes Zeug!“ und da ähnelte die Wachspuppe dem Kanzleirate mit seinem breiten Hute auf das täuschendste; sie sah gerade eben so gelb und brummig aus. Aber die Papierblumen schlugen ihn an die dünnen Beine und da schrumpfte er wieder zusammen und wurde eine winzig kleine Wachspuppe. Das war ein zu komischer Anblick! Die kleine Ida konnte sich des Lachens nicht enthalten.

In demselben Augenblicke klopfte es ganz laut inwendig in dem Schubfache, wo Idas Puppe, Sophie, bei vielem anderen Spielzeug lag. Das Männchen auf dem Räucherkästchen lief bis an die Kante des Tisches, legte sich der Länge nach auf den Bauch und fing an den Schubkasten ein wenig herauszuziehen. Da richtete sich Sophie empor und sah sich ganz verwundert um. „Hier ist ja Ball!“ sagte sie, „warum hat mir es denn niemand gesagt?“

„Willst du mit mir tanzen?“ fragte das Räuchermännchen.

„Fürwahr, das stände mir gerade an, mit dir zu tanzen!“ sagte sie und wandte ihm den Rücken. Hierauf setzte sie sich auf das Schubfach und dachte, es würde schon eine oder die andere Blume kommen und sie engagieren, aber es kam keine. Nun hustete sie, hm, hm, hm, aber gleichwohl kam keine. Das Räuchermännchen tanzte ganz allein und gar nicht so übel.

Da nun keine der Blumen Sophie zu sehen schien, ließ sie sich vom Schubfach gerade auf den Boden herabgleiten, so daß ein großer Lärm entstand. Alle Blumen umringten sie auch gleich und fragten, ob sie sich keinen Schaden gethan hätte, und sie benahmen sich alle sehr zuvorkommend gegen sie, besonders die Blumen, die in ihrem Bette gelegen hatten. Aber sie hatte keinen Schaden genommen und alle Blumen Idas dankten ihr für das prächtige Bett und bewiesen ihr große Zuneigung. Sie zogen sie mit sich bis mitten auf den Boden, wo der Mond schien, tanzten mit ihr und alle andern Blumen schlossen einen Kreis um sie. Nun war Sophie fröhlich und sagte, sie möchten getrost ihr Bett behalten, sie läge eben so gern im Schubfache.

Aber die Blumen sagten: „Empfange unsern besten Dank, allein wir können nicht mehr lange leben; morgen sind wir tot; sage aber der kleinen Ida, sie möchte uns draußen im Garten dort, wo der Kanarienvogel liegt, begraben. Dann würden wir im Sommer noch weit schöner wieder aufblühen!“

„Nein, ihr dürft nicht sterben!“ sagte Sophie und küßte dann die Blumen. In dem Augenblicke ging die Saalthüre auf und eine große Menge prachtvoller Blumen tanzte herein. Ida konnte sich gar nicht denken, woher sie gekommen waren; es waren gewiß die Blumen draußen vom Schlosse des Königs. An der Spitze gingen zwei herrliche Rosen und trugen kleine Goldkronen, das war ein König und eine Königin. Darauf folgten die niedlichsten Levkojen und Nelken, die nach allen Seiten hin grüßten. Sie hatten Musik mit sich, große Mohnblüten und Päonien bliesen auf Erbsenschoten, so daß sie ganz rot im Gesicht waren. Die blauen Glockenblumen und die kleinen weißen Schneeglöckchen klingelten, als ob sie Schellen trügen. Das war eine komische Musik. Dann kamen gar viele andere Blumen und tanzten allesamt, die blauen Veilchen und die roten Tausendschön, die Gänseblümchen und Maiblümchen. Und alle Blumen küßten einander, was sehr niedlich anzusehen war.

Schließlich sagten die Blumen einander gute Nacht. Da schlich sich denn auch die kleine Ida in ihr Bett, wo sie von allem, was sie gesehen hatte, träumte.

Als sie am nächsten Morgen aufstand, ging sie sogleich zu dem kleinen Tische, um zu sehen, ob die Blumen noch dort wären. Sie zog den Vorhang vor dem kleinen Bett zur Seite, ja, da lagen sie sämtlich, aber sie waren ganz welk, weit mehr als gestern. Sophie lag im Schubfache, wohin Ida sie gelegt hatte; sie sah sehr schläfrig aus.

„Kannst du dich auf das besinnen, was du mir sagen solltest?“ fragte die kleine Ida, allein Sophie machte ein dummes Gesicht und sagte auch nicht ein einziges Wort.

„Du bist gar nicht artig,“ sagte Ida, „und doch tanzten sie sämtlich mit dir.“ Dann nahm sie ein Papierschächtelchen, das mit niedlichen Vögeln bemalt war, öffnete es und legte die toten Blumen hinein. „Das soll euer hübscher Sarg sein,“ sagte sie, „und wenn später Jonas und Adolph kommen, da sollen sie bei dem Begräbnisse draußen im Garten mit zugegen sein, damit ihr im Sommer wieder wachsen könnt und noch weit schöner werdet!“

Jonas und Adolph waren zwei frische Knaben und Spielgenossen von Ida; ihr Vater hatte jedem von ihnen eine neue Armbrust geschenkt, die sie bei sich hatten, um sie Ida zu zeigen. Sie erzählte ihnen von den armen Blumen, die gestorben waren, und dann durften sie dieselben begraben. Beide gingen mit ihrer Armbrust auf den Schultern voran und die kleine Ida folgte ihnen mit den toten Blumen in der niedlichen Schachtel. Draußen im Garten gruben die Kinder ein kleines Grab und Ida setzte die Blumen, nachdem sie dieselben noch einmal geküßt hatte, mit der Schachtel in die Erde. Adolph und Jonas schoßen mit der Armbrust über das Grab, denn sie hatten weder Flinten noch Kanonen.
Quellangabe: Hans Christian Andersen: Märchen für Kinder - "project gutenberg"

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Symbolik:
Die Blumen stehen für Fülle des Emotionalen. Sie veranschaulichen die Kindheit und die Fähigkeit sich der Spontanität zu bewahren. Das mit Blumen verzierte Glasfenster verdeckt den Volmond, der drausen scheint. Die übernatürliche Szene manifestiert sich aus dem traumzustand, in dem oft unerfüllte Wünsche ruhen.
Die Puppe ist Abbild der Seele. Sie schlägt die Brücke zwischen Ideal und Wirklichkeit.
Die magischen Symbole kennzeichnen die Verbindung zwischen Bewusssein und Unterbewusstsein, ihre mystischen Eigenschaften deuten darauf hin, dass die Grenzen beider Bewusstseinszustände ineinander fließen.
Die Kelche auf dem Fensterbrett zeigen das Träume wahr geworden sind. Die blauen Vorhänge zeigen die frei fließenden Gedanken und Fähigkeiten, die eigenen Träume zu lenken.

Rat: wenn sich Wünsche erfüllen, sieht es so us, als würden Träume wahr. Dies ist die Zeit des Feierns. Lass deine schönen Gedanken in die Welt fließen. Nutze die Gelegenheit neue Freundschaften zu schließen, neue Projekte zu beginnen.

Archetypen sind hier der Mond, das Wasser,(Gefühle in die Balance bringen) das innere Kind mit Neugier und Spontanität da sein lassen, gegenüber dem Erwachsenen festgefahrenen Denken und der Unflexibilität. .


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zuletzt bearbeitet 14.10.2013 13:42 | nach oben springen

#10

RE: Märchentarot

in Tarot--verschiedene Kartendecks 14.10.2013 13:45
von Fairytale lila Herz 7 | 33.322 Beiträge | 169297 Punkte

Du meine Güte Morgana, da gibts aber Fleißpunkte für so viel Text. (Scherzhaft gemeint, natürlich gehts hier nicht nach Fleißpunkten).
Danke für die Geschichte, die kannte ich auch noch nicht, Die Beschriebungen und Erklärungen sind auch gut zusammen gefasst.
Jetzt wird mir klar warum du so gerne mit dem Märchentarot arbeitest. Macht bestimmt viel Freude und auch gute Laune.
Auch das Kartenbild finde ich sehr ansprechend. Danke das du es auch als Bild eingestellt hast.


*Fairytale--Admin--*
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#11

RE: Märchentarot

in Tarot--verschiedene Kartendecks 14.10.2013 18:53
von Loba rosa Herz 7 | 1.513 Beiträge | 5386 Punkte

Liebe Morgana, mit Spannung habe ich Deinen Ausfuehrungen gelauscht und fuehle mich jetzt wie berauscht, von dem Maerchen und Deinen Informationen dazuvielen lieben Dank. Loba


"Ihr solltet einander unterstützen, all' die, die mehr sehen!"
Botschaft der stattlichen Buche am Waldesrand, 18.6.2012.

http://www.integraleheilkunde.de
http://www.heartbeat-art-of-upcycling.jimdo.com

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#12

RE: Märchentarot

in Tarot--verschiedene Kartendecks 15.10.2013 13:36
von Avalon lila Herz 7 | 7.203 Beiträge | 29381 Punkte

Hey Morgana , ich bin denn wahrlich entzückt über deine Ausführungen. Das Märchen kenne ich indes, doch es in dieser Form und Symbolik erläutert zu bekommen, ist denn wunderbar.

Ich danke dir


grüße v. Avalon

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#13

RE: Märchentarot

in Tarot--verschiedene Kartendecks 15.10.2013 19:42
von Morgana lila Herz 7 | 6.880 Beiträge | 23916 Punkte

Hihi ich nehme gerne Fleißpunkte entgegen.

Sodel ihr lieben, freut mich aber auch die Karten gefallen. Hier nun eine andere Karte mit Texten.

Die vier Stäbe
Geschichte: Hans und die Bohneranke
Schlüsselworte:
Vollendung
Finanzieller Erfolg
Freiheit



Geschichte /Märchen:
Hans und die Bohneranke

Es war einmal eine arme Witwe, die hatte einen Sohn, der Hans hieß, und eine Kuh, die sie Milchweiß nannten. Und sie hatten nichts als die Milch der Kuh, um ihr Leben zu fristen. Jeden Morgen trugen sie die Milch zum Markt und verkauften sie. Aber eines Tages gab Milchweiß keine Milch mehr, und nun wussten sie nicht, was sie tun sollten.
"Was sollen wir nur anfangen, was sollen wir nur anfangen?" klagte die Witwe.
"Sei guten Mutes, Mutter, ich werde fortziehen und Arbeit suchen". sagte Hans.
Das hast du ja schon einmal versucht", sagte die Mutter, "aber niemand hat dich nehmen wollen. Wir müssen Milchweiß verkaufen und mit dem Geld ein Geschäft anfangen oder sonst etwas."
"Gut, Mutter", sagte Hans, "heute ist Markttag, da werde ich Milchweiß gut verkaufen können. Dann wollen wir sehen, was sich machen lässt." Und Hans band die Kuh an einen Strick und ging fort mit ihr.
Auf dem Weg zum Markt begegnete ihm ein seltsam anmutendes altes Männlein, das sagte zu ihm: "Guten Morgen, Hans!"
"Auch einen schönen guten Morgen", sagte Hans und wunderte sich, wieso das Männlein seinen Namen kannte.
"Nun, Hans, wohin des Wegs?" fragte das Männlein.
"Auf den Markt, die Kuh verkaufen."
"Du schaust mir gar nicht danach aus, als ob du Kühe verkaufen könntest", sagte das Männlein. "Ich glaube, du weißt nicht einmal, wie viele Bohnen fünf ergeben."
"Zwei in deiner Hand und eine in deinem Mund", sagte Hans hurtig.
"Richtig", sagte das Männlein, "und da hast du auch schon die Bohnen." Und darauf zog es aus seiner Tasche eine Handvoll seltsam aussehender Bohnen.
"Weil du so schlau bist", sagte es, "so hab ich nichts dagegen, mit dir einen Handel zu machen. Gib mir die Kuh, ich geb dir die Bohnen."
"Das möchte dir so passen", sagte Hans.
"Ah, du weißt nicht, was für Bohnen das sind, sagte der Mann. "Wenn du sie am Abend einpflanzt, so sind sie am Morgen bis zum Himmel hinauf gewachsen."
"Ist das wahr, was du da sagst?" fragt Hans.
"Ja, es ist wahr, und wenn es nicht so ist, so kannst du deine Kuh zurück haben."
"Gut", sagt Hans und gibt ihm den Strick mit der Kuh und steckt die Bohnen in die Tasche.
Hans geht nun heimwärts, und weil er noch nicht weit gewesen ist, kommt er gerade nach Haus, bevor es dunkel wird.
"Bist du schon zurück?" sagt die Mutter "Ich, sehe, nicht mehr. Wie viel hast du für sie bekommen?"
"Das wirst du nie erraten, Mutter !" sagt Hans. "Nun, nun, so arg wird's nicht sein, mein guter Bub Fünfzehn? Nein, zwanzig, das ist doch nicht möglich !
"Ich hab's dir ja gesagt, du wirst es nie erraten. Was sagst du zu diesen Bohnen? Das sind Zauberbohnen ! Pflanz sie ein über Nacht und..."
"Was!" ruft da die Mutter, "bist du so ein Tollpatsch, so ein Dummian, so ein Narr und hast unsre Milchweiß für so ein paar lumpige Bohnen eingetauscht? Da, schau her, zum Fenster schmeiß ich sie hinaus, deine teuren Bohnenl Und mit dir, marsch ins Bett Keinen Löffel Suppe und keinen Bissen Brot sollst du heute mehr bekommen."
Traurig stieg Hans in sein Dachkämmerlein. Es tat ihm leid, dass seine Muffer so böse war und er nun hungrig zu Bett gehen musste. Endlich schlief er ein.
Als Hans am nächsten Morgen erwachte, da schaute es in seiner Kammer ganz sonderbar aus. Die Sonne schien hell in eine Ecke, alles andre aber war dunkel und schattig. Hans hüpfte aus dem Bett und lief zum Fenster. Und was glaubt ihr, was er da sah? Ja, die Bohnen, die seine Mutter zum Fenster hinausgeworfen hatte, waren aufgegangen und zu einer großen Ranke emporgeschossen, die immer höher und höher gewachsen war, bis zum Himmel hinauf. Das Männlein hatte also die Wahrheit gesprochen.
Der Bohnenstrauch rankte sich ganz nahe am Fenster von Hans vorbei. Er brauchte bloß das Fenster zu öffnen und einen kleinen Schritt auf die Bohnenranke zu machen, die wie eine große Leiter zum Himmel ragte. Hans kletterte also, er kletterte, kletterte, kletterte und kletterte, bis er endlich am Himmel anlangte. Und als er hineinging, da war eine lange und breite Straße, die führte kerzengerade fort. Hans wanderte die Straße, und er wanderte, wanderte und wanderte, bis er zu einem großen, großen Haus kam, an dessen Türschwelle eine große, große Frau stand.
"Guten Morgen, gute Frau", sagt Hans, so höflich er kann. "Würdet Ihr so gütig sein und mir etwas zum Frühstück geben?" Denn er hatte noch nichts gegessen und, wie ihr wisst, auch kein Abendbrot bekommen, und er war hungrig wie ein Wolf.
"Ein Frühstück willst du" sagt die große, große Frau. "Das Frühstück, das wirst du selber gleich sein, wenn du dich nicht schleunigst auf und davon machst. Mein Mann ist ein Riese, und er hat nichts lieber als geröstetes Bubenfleisch auf Brot. Gleich wird er hier sein."
"O bitte, gute Frau, gebt mir etwas zu essen. Ich habe seit gestern früh nichts gehabt, und es ist mir schon einerlei, ob ich geröstet werde oder ob ich Hungers sterben soll."
Nun, die Frau des Riesen war nicht halb so schlecht, wie es schien. Sie führte Hans in die Küche und gab ihm eine große Scheibe Brot und Käse und einen Krug Milch. Hans hatte aber noch nicht aufgegessen, als schon- top! Tap! Tap! - das ganze Haus zu dröhnen begann von dem Lärm, den der Riese bei seinem Kommen machte.
"Um Himmels willen, mein Mann kommt!" rief die Frau des Riesen. "Was soll ich nur machen? Schnell, komm und spring da hinein!" Und wie ein Bündel schob sie Hans in den Ofen, gerade bevor der Riese hereinkam.
Es war ein großer Riese, das könnt ihr mir glauben. An seinem Gürtel hatte er drei Kälber an den Beinen festgebunden. Er band sie los, warf sie auf den Tisch und sagte: "Da, Weib, röst mir die paar zum Frühstück! Ah! Was riecht da so fein? Ich rieche, rieche Menschenfleisch!"
"Unsinn, mein Lieberl" sagte die Frau, "du träumst wohl. Oder mag sein, du riechst die Überreste von dem kleinen Jungen, der dir gestern zum Frühstück so geschmeckt hat. Da, geh und wasch dich und mach dich sauber! Und wenn du zurückkommst, wird das Frühstück fertig sein.
Da ging der Riese hinaus, und Hans wollte gleich aus dem Ofen springen und fortlaufen, aber die Frau sagte zu ihm: "Warte, bis er eingeschlafen ist! Er macht Immer ein Nickerchen nach den Frühstück."
Nun, der Riese verzehrte sein Frühstück, und hernach geht er zu einer großen Kiste, nimmt ein paar Beute! Gold heraus, setzt sich nieder und zählt und zählt, bis endlich sein Kopf zu nicken beginnt. Und dann fängt er an zu schnarchen, dass das ganze Haus wackelt.
Da kroch Hans auf den Zehenspitzen aus dem Ofen heraus, und als er beim Riesen vorbeiging, nahm er einen Beute Gold unter seinen Arm und rannte, so schnell ihn nur seine Füße trugen, bis er zur Bohnenranke kam. Er warf den Beutel Gold hinunter, der, versteht sich, in Mutters Garten fiel, und dann kletterte er abwärts ,immer abwärts, bis er wieder bei seinem Fenster anlangte. Er erzählte alles seiner Mutter, zeigte ihr das Gold im Beutel und sagte: "Nun, Mutter, hab' ich nicht recht gehabt mit den Bohnen? Es sind wirklich Zauberbohnen."
Nun lebten sie eine schöne Zeitlang von dem Gold im Beutel. Aber einmal nahm das auch ein Ende, und Hans beschloss, noch einmal sein Glück mit der Bohnenranke zu versuchen. Eines schönen Morgens stand er zeitig auf und kletterte die Bohnenranke hinauf. Und er kletterte, kletterte, kletterte und kletterte, bis er wieder zu der Straße kam und zu dem großen, großen Haus. in dem er gewesen war. Und richtig, da stand auch wieder die große, große Frau auf der Türschwelle.
"Guten Morgen, gute Frau", sagte Hans, so kühn er nur konnte, "würdet Ihr so gütig sein und mir etwas zum Essen geben?"
"Geschwind lauf fort!" sagte die große, große Frau, "oder mein Mann wird kommen und dich zum Frühstück aufessen. Aber bist du nicht der Bengel, der schon einmal da war? Weißt du auch, dass am selben Tag meinem Mann ein Goldbeute gefehlt hat?"
"Sonderbar, wirklich sonderbar", sagte Hans. "ich glaube, ich könnte Euch darüber etwas erzählen, aber ich bin so hungrig, dass ich nicht reden kann, bevor ich nicht gegessen habe."
Nun, die große, große Frau war so neugierig, dass sie den Buben ins Haus hineinließ und ihm etwas zu essen gab. Kaum aber hatte er mit dem Essen begonnen, als sie - tap! tap! tap! - die Schritte des Riesen hörten. Und die Frau versteckte Hans wieder in dem Ofen.
Nun war alles wieder so wie das erste Mal. Der Riese kam herein, sagte: "Ich rieche, rieche Menschenfleisch!" und bekam drei geröstete Ochsen zum Frühstück. Dann sagte er: "Frau, bring mir die Henne, die die goldenen Eier legt." Da brachte die Frau die Henne, und der Riese sagte: "Leg!"' und die Henne legte ein Ei, das war ganz aus Gold. Und dann begann der Riese einzunicken und zu schnarchen, dass das ganze Haus wackelte.
Da kroch Hans auf den Zehenspitzen aus dem Ofen, packte die Henne und rannte, so schnell ihn seine Beine trugen. Aber auf einmal gackerte die Henne, und der Riese wachte auf, und gerade als Hans zum Haus hinauslief, hörte er ihn rufen: "Weib, Weib, was hast du mit meiner Henne gemacht?"
Und die Frau sagte: "Warum, mein Lieber?"
Das war alles, was Hans noch hörte, denn er eilte fort zur Bohnenranke und kletterte so schnell hinunter, als ob zehn Teufel hinter ihm her wären. Als er heimkam, zeigte er seiner Mutter die Wunderhenne und sagte: "Leg!" Und die Henne legte ein goldenes Ei, sooft er es sagte.
Aber Hans war noch immer nicht zufrieden, und nicht lange, so beschloss er, wieder sein Glück mit der Bohnenranke zu versuchen Eines schönen Morgens stand er zeitig auf, ging zur Bohnenranke, und er kletterte, kletterte, kletterte und kletterte, bis er ganz oben war und wieder zu der Straße kam. Diesmal aber war er klüger und ging nicht geradewegs in das Haus des Riesen. Er versteckte sich in der Nähe hinter einem Busch und wartete, bis die Frau des Riesen herauskam und mit einem Kübel zum Brunnen ging. Da schlüpfte Hans ins Haus und kroch in einen großen Kupferkessel. Bald darauf hörte er, genauso wie früher tap! tap! tap! -, und der Riese und seine Frau kamen herein.
"ich rieche, rieche Menschenfleisch", rief der Riese. Und seine Frau sagte: "Dann ist es gewiss der kleine Bengel, der das Gold und die Henne gestohlen hat Bestimmt hat er sich im Ofen versteckt." Und beide stürzten zum Ofen, aber zum Glück war Hans nicht dort. Und die Frau des Riesen sagte: "Du mit deinem >Ich rieche, rieche Menschen Fleisch!< Gewiss riechst du noch etwas von dem Jungen, den ich dir gestern zum Frühstück geröstet habe. Nach so vielen Jahren könntest du doch endlich einmal den Unterschied zwischen lebendigen und gerösteten Buben kennen !"
So setzte sich der Riese wieder zum Frühstück hin, aber alle Augenblicke murmelte er: "Ich hätte geschworen..." Und erstand auf und suchte in der Speisekammer, in den Schränken, überall. Zum Glück aber dachte er nicht an den Kupferkessel.
Als er mit dem Frühstück fertig war, rief er: "Weib, bring mir die goldene Harfe!" Da brachte ihm die Frau die Harfe, und er stellte sie vor sich hin auf den Tisch. Dann sagte er: "Sing!" Und die goldene Harfe fing an, wunderbar zu singen. Und sie sang und sang, bis der Riese fest eingeschlafen war und zu schnarchen anhub, dass das ganze Haus zitterte.
Da hob Hans den Deckel des Kupferkessels auf, ganz vorsichtig, schlüpfte hinaus wie eine Maus und kroch auf Händen und Füßen zum Tisch hin, packte die goldene Harfe und eilte zur Tür.
Aber da rief die Harfe ganz laut: "Meister! Meister!" Und der Riese erwachte gerade noch rechtzeitig, um Hans mit der Harfe aus dem Haus laufen zu sehen.
Hans lief, so schnell er konnte, der Riese ihm nach, und der hätte ihn auch bald eingeholt, aber Hans lief kreuz und quer, um den Riesen zu täuschen. Als er zu der Bohnenranke kam, war der Riese nur noch zehn Schritte hinter ihm. Plötzlich aber verschwand Hans, und als der Riese ans Ende der Straße kam, sah er ihn die Bohnenranke hinunterklettern.
Nun, der Riese wollte sich einer solchen Leiter nicht anvertrauen, so stand er und wartete. Dadurch bekam Hans einen größeren Vorsprung. Aber in diesem Augenblick rief die Harfe wieder: "Meister! Meister!"
Da schwang sich der Riese auf die Bohnenranke, die unter seinem Gewicht gewaltig schaukelte. Immer tiefer kletterte Hans, er kletterte, kletterte und kletterte, und hinter ihm der Riese. Schon war Hans ganz nahe seinem Haus, da rief er: "Mutten Mutter Bring mir eine Axt! Bring mir eine Axt!"
Und seine Mutter stürzte heraus mit einer Axt in der Hand. Aber als sie zu der Bohnenranke kam, blieb sie stocksteif stehen vor Schreck, denn sie sah gerade den Riesen mit seinen Beinen durch die Wolkendecke kommen.
Hans aber war mit einem Satz unten, ergriff die Axt, und mit einem Hieb spaltete er die Bohnenranke bis zur Hälfte. Der Riese spürte, wie die Bohnenranke schwankte und bebte, und er hielt inne, um nachzusehen, was los wäre. Da schlug Hans zum zweiten Mal zu und hieb die Bohnenranke entzwei. Sie wankte und knickte zusammen, der Riese aber stürzte kopfüber hinunter und brach sich das Genick, und die Bohnenranke stürzte über ihn und begrub ihn.
Dann zeigte Hans seiner Mutter die goldene Harfe. Und von dem Gesang der Harfe und von den goldenen Eiern, die sie verkauften, wurden Hans und seine Mutter sehr reich. Hans heiratete eine schöne Prinzessin, und sie lebten glücklich bis an ihr Ende.

Symbole und Bedeutung:

die Bohnenranke ist ein Symbol für Wachstum und Erfolg
Der Stengel verbindet die bewusste Ebene der Erde mit dem höheren Bewusstsein des Himmels.
Hans trägt violette Kleidung ein äußeres Zeichen für seinen Wohlstand seine Verwegenheit, seinen Mut.
die Ranke verzweigt sich in zahlreichen Blüten mit gewunden Stengel die neuen Früchte und Gelegenheiten zu weiteren Ausdehnung tragen.
der Marienkäfer ist ein Glückssymbol.
Doch die Krähe erinnert Hans daran, dass er sich nach harter Arbeit auch einmal ausruhen muss.

Rat:
halte doch einmal inne und genieße was Du bislang erreicht hast.
nimm dir eine wohlverdiente Auszeit und freue dich an deinem Erfolg.
es ist notwendig dass sich die Quelle wieder auffüllen kann, ehe du nach neuen Zielen strebst


Archetypen: Erde(Gaia)-Himmel(Engel)-Glück-(Jupiter)Arbeit(Aktivität-Yang) - Ruhe(Passivität-Ying), auch die Farben Violett(weiblichkeit-Anima)) und Gold.(Männlichkeit-Animus)


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Glaube an Wunder, Liebe und Glück schaue noch vorne und niemals zurück,
tue was du willst und stehe dazu, denn dieses Leben LEBST nur du!
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#14

RE: Märchentarot

in Tarot--verschiedene Kartendecks 15.10.2013 22:47
von waldgeist lila Herz 7 | 8.769 Beiträge | 41308 Punkte

Erst einmal einen dicknen Knutscher
und da hast du dir soviel Mühe gemacht.
Ich muss es dann auch erst einmal in Ruhe durchlesen und freu mich sehr
Danke dir sehr waldgeist


Nur was du heute tust ist wichtig, denn schon in der Nacht wird dieser Tag zu den Sternen gehen
------------
MOD

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#15

RE: Märchentarot

in Tarot--verschiedene Kartendecks 16.10.2013 13:52
von Fairytale lila Herz 7 | 33.322 Beiträge | 169297 Punkte

hihi und hier die Fleißblümchen....lach


Super be- und geschrieben Morgana, eine andere Sicht auf die 4 Stäbe. die mir gut gefällt. Auch was du über die Archetypen beschrieben hast ist dir gut gelungen.
Danke dir
Da bin ich gespannt ob es noch mehr gibt.


@ Waldgeist der Pinguin ist ein Knaller


*Fairytale--Admin--*
____________________________
Schenke jedem dein Lächeln

zuletzt bearbeitet 16.10.2013 13:53 | nach oben springen

#16

RE: Märchentarot

in Tarot--verschiedene Kartendecks 17.10.2013 17:48
von Avalon lila Herz 7 | 7.203 Beiträge | 29381 Punkte

Hey Morgana, es beeindruckt mich sehr wie du hier die Archetypen anführst. Eine sehr erhebende Art mit diesen zu arbeiten.
Die Fleiß punkte indes hast du dir verdient, bei so einem langen Märchen, das immer wieder schön zu lesen ist.
Wie gut ich mir denn auch vorstellen, das deine kleinen Kiddis--Engel sich stets über die schönen Märchen freuen


grüße v. Avalon

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#17

RE: Märchentarot

in Tarot--verschiedene Kartendecks 20.10.2013 11:33
von seenfee lila Herz 7 | 8.132 Beiträge | 19247 Punkte

hallo liebe Morgana ich bin von deinen Beschreibungen und Märchen hin und weg, so schön, wenn ich dich hier hätte würde ich dich total doll knuddeln seenfee


__________________________________________
Mod
Ein Licht im Herzen ist die Brücke zum Leben

zuletzt bearbeitet 20.10.2013 11:33 | nach oben springen

#18

RE: Märchentarot

in Tarot--verschiedene Kartendecks 21.10.2013 17:40
von Morgana lila Herz 7 | 6.880 Beiträge | 23916 Punkte

Uih schön das euch das so gut gefällt hier mal die dicken Knuddler zurück

Sodele hier heut eine Karte die mich besonders inspiriert, Die Zauberin


Erst mal das Bild:


Dann der Text dazu:Die ZauberinGeschichte Die Jungfrau vom See
Schlüsselworte:
Intuition
Geheimnisse
Mysterien

Symbole u Bedeutung

das schimmernde Wasser repräsentiert das Unbewusste und intuitive wissen unserem Inneren.
Die Ranken auf dem Kleid dienen als Brücke zwischen geistigen Visionen und körperlicher Manifestation.
die drei Seerosen aus dem Wasser symbolisieren das Leben, Fruchtbarkeit und neue Ideen.
die Rosen erinnern an die tief sitzenden Triebe die uns in unserem Streben nach Wissen unterstützen.
die Bäume auf den Grashügeln verbindet das Unbewusste mit einem höheren Bewusstsein. das blaue Halsband das die Jungfrau vom See ziert, vereint Sie mit dem Kosmos und steht für die Macht der Träume.
die Farne am Ufer deuten auf ein waches Bewusstsein hin und auf die Verwirklichung neue Ideen .
das Brot Geschenk symbolisiert das Verschmelzen der physischen mit der Geisterwelt die Vereinigung des sterblichen Menschen mit einem göttlichen Wesenheit.
die Legende erzählt dass die Zauberin ihren halbsterblichen Kindern besondere Heilkräfte verliehen habe, auf das sie geschickte und hoch angesehene Heiler würden.

Rat:
die Zauberin kann dir dabei helfen tiefer in Verbindung zu treten mit dem Rhythmus des Kosmos. Sie ist das weibliche Prinzip und spiegelt die Geheimnisse des Mondes.
Mit ihrer Hilfe können wir uns der höheren Mächte bewusster werden, die in unserem Leben wirken.
--------------
Und hier das Märchen dazu

Die Jungfrau vom See.
Auszug von einem walisischen Märchen

Vor langer Zeit lebte in den Hügeln von Süd Wales der Schafhirte Myddvai bei seiner Mutter,
einer frühen Witwe, die ihren Sohn liebevoll aufzog
Die Vorsehung wachte über sie und trotz jenes schweren Verlustes war ihr Viehstand im Laufe der Zeit dermaßen angewachsen, daß es unmöglich wurde, die ganze Herde auf ihrem Landgute weiden zu lassen. Deshalb schickte sie einen Teil des Viehes auf den nahen Schwarzen Berg zum Grasen, wo dessen Lieblingsweideplätze in der Nähe des kleinen Sees Llyn y Fan Fach, an der nordwestlichen Seite des Carmarthenshire Fans, sich befanden.
Der Sohn wuchs inzwischen zur Mannbarkeit heran und die Mutter pflegte ihn dann und wann auszusenden, um auf dem Berge nach der Herde zu sehen.
Eines Tages, während er auf seiner Wanderung längs dem Seeufer hin schritt, sah er zu seinem großen Erstaunen auf der regungslosen Wasserfläche eine Jungfrau sitzen, eines der herrlichsten Geschöpfe, das von Menschenaugen jemals erblickt ward. Ihr Haar floß ihr in anmutigen Ringellocken über ihre Schultern und während sie dessen Strähne mit einem Kamme glättete, diente ihr die glasige Fläche ihres feuchten Ruhebettes als Spiegel, der ihr holdes Bild wiederstrahlte.
Plötzlich gewahrte auch sie den Jüngling, wie er am Rande des Sees dastand, die Augen wie gebannt auf sie gerichtet und unbewußt seinen Vorrat an Gerstenbrot und Käse, den man ihm zu Hause mitgegeben, ihr darbot.
Verwirrt durch ein Gefühl von Liebe und Bewunderung für das Wesen vor sich, fuhr er fort, seine Hand gegen das Mädchen auszustrecken, das allmählich zu ihm herangeglitten war, aber die Gabe artig zurückwies.
Da wollte er sie erhaschen; sie aber wich flink seinem Griffe aus, wobei sie sagte:

»O, du mit dem Brote hart,
Mich fangen wirst du nicht so bald!«

Und darauf tauchte sie im Wasser unter und verschwand!
Die Kühle des frühen Morgens war vor den sengenden Strahlen der Mittagssonne geschwunden, wel che nach und nach in ihrem Kreislauf sich gegen Westen niedersenkte. Doch als auch der Abend dahinzusterben begann, um den Schatten der Nacht Raum zu schaffen, da war auch im Herzen des Jünglings schier jegliche Hoffnung geschwunden, die Jungfrau vom See jemals wiederzuschauen.
Noch einmal warf der Verliebte einen letzten trüben Abschiedsblick über den See und zu seinem Erstaunen gewahrte er einige Kühe, die auf der Wasserfläche umherschritten. Der Anblick dieser Tiere belebte in ihm die Hoffnung, daß sie von einem anderen, weit lieblicheren Wesen gefolgt werden möchten und wahrlich, er sah sich hierin nicht getäuscht, denn die Jungfrau erschien wieder und zu seinem höchsten Entzücken noch lieblicher denn je. Sie näherte sich dem Lande und er stürzte ihr entgegen in das Wasser.
Ein Lächeln ermutigte ihn, ihre Hand zu erfassen. Sie lehnte auch das mürbe gebackene Brot nicht ab, das er ihr darbot. Und nach einiger Überredung willigte sie sogar darein, seine Gattin zu werden, gegen die Bedingung, daß sie nur so lange beisammen leben sollten, als sie von ihm nicht grundlos drei Streiche bekommen. – »Drei ursachlose Hiebe«
Allein wenn er jemals dazu kommen sollte, ihr grundlos solche drei Schläge zu versetzen, würde sie ihn für immer verlassen.
Dieser Bedingung stimmte der Jüngling gerne zu, ja, er hätte sich mit jedweder anderen Vereinbarung ebenso bereitwillig einverstanden erklärt; war er doch nur auf eines bedacht: dieses liebliche Wesen zur Gattin zu bekommen!
Solcherart nun hatte er der Jungfrau vom See das Versprechen abgenommen, seine Ehefrau werden zu wollen. Doch als er hierauf für einen Augenblick ihre Hand fahren ließ, da entglitt sie ihm und tauchte im See unter.


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zuletzt bearbeitet 21.10.2013 17:41 | nach oben springen

#19

RE: Märchentarot

in Tarot--verschiedene Kartendecks 23.10.2013 17:47
von Avalon lila Herz 7 | 7.203 Beiträge | 29381 Punkte

Hey liebe Morgana, das dich dies Karte inspiriert will ich glauben. Die Herrin vom See hat ja denn noch immer ihre tiefe Bedeutung für uns.
Ich bedanke mich denn auch für die schöne Erklärung der Karte mit ihren Sinnbildlichen Symbolerklärungen.
Auch das Märchen ist denn wundervoll.
Ein wenig vermisse ich nun aber deine Interpretation der Archetypen.


grüße v. Avalon

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#20

RE: Märchentarot

in Tarot--verschiedene Kartendecks 23.10.2013 20:06
von seenfee lila Herz 7 | 8.132 Beiträge | 19247 Punkte

Hallöle liebe Morgana
ich sag mal , haste sehr gut beschrieben, diese Karte erinnert mich an die Hohe Priesterin aus dem Tarot, für deine Mühe lg seenfee


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Mod
Ein Licht im Herzen ist die Brücke zum Leben

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#21

RE: Märchentarot

in Tarot--verschiedene Kartendecks 24.10.2013 18:21
von Fairytale lila Herz 7 | 33.322 Beiträge | 169297 Punkte

Hallo Morgana, wieder sehr schön dargestellt, denke auch es entspricht der Karte aus dem Rider Tarot
--die Hoherieseterin--denn wenn ich das richtig verstanden habe, dann sind die Karten ja analog dazu?

Ich finde auch zur Hoheprieseterin passt die Deutungserklärung ebenfalls. Das Märchen dazu kenne ich nicht(oder kannte ich nicht).

@ Avalon, die Herrin vom See ist doch aber etwas anderes? Oder gibt es das Märchen hier mit mehreren Titeln?


*Fairytale--Admin--*
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#22

RE: Märchentarot

in Tarot--verschiedene Kartendecks 05.11.2013 13:54
von Morgana lila Herz 7 | 6.880 Beiträge | 23916 Punkte

Hallöle freut mich das ihr damit etwas anfangen konntet. Die Karten zeigen die gleichen Karten wie das Tarot, nur hier eben als Märchen.


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zuletzt bearbeitet 05.11.2013 13:55 | nach oben springen


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